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Bürgerhilfe e.V.
 

Neue Schallschutzbroschüre der Flughafengesellschaft für betroffene Anlieger des Großflughafens BBI

Allgemein

schallschutz.jpgDie Problematik des Schallschutzes für die Betroffenen des Flughafens BBI ist von Anfang an die Gretchenfrage gewesen, das wusste auch die Flughafengesellschaft. Deshalb hat sie bereits im Dezember 2007 eine Broschüre „Schallschutzprogramm BBI der Berliner Flughäfen“ erarbeitet und herausgegeben. Das war erst einmal ein richtiger, guter Schritt. Allerdings litt die Broschüre an Kinderkrankheiten und Oberflächlichkeit.

Im Jahr 2008/2009 haben sich Probleme und Mängel gezeigt. Die Gemeinden, der Landkreis, die Abgeordneten und die Regierung sind in dieser Zeit von Bürgern auf Probleme, Missverständnisse und Ungereimtheiten hingewiesen worden und haben dies ihrerseits an die Landesregierung bzw. die Flughafengesellschaft weitergeleitet. Die Flughafengesellschaft hat diese Hinweise aufgenommen und in einer neuen, aktualisierten Ausgabe der Broschüre „Schallschutzprogramm BBI der Berliner Flughäfen“ eingearbeitet.


Somit steht den Bürgerinnen und Bürgern eine verbesserte Information zur Verfügung. Dafür Dank und Anerkennung an die FBS, dass sie sich als aufnahmefähig und wandlungsbereit gezeigt und erwiesen hat.

Trotzdem sind die Probleme bei der Umsetzung des Schallschutzprogramms damit keineswegs gelöst. Wie die Anhörung von Herrn Dr. Christian Maschke am 29.04.2010 im Kreistag Teltow-Fläming aufzeigte, gibt es nach wie vor große Probleme bei der Erarbeitung der Schallschutzgutachten und Schallschutzvereinbarungen für die Betroffenen.

Alle Bürgerinnen und Bürger sollten sich bei den Schallschutzvereinbarungen sorgfältig beraten lassen, damit das Gutachten alle Aspekte ihres Hauses erfasst und der Schallschutz dann auch das bringt, was er bringen soll, nämlich Ruhe im Haus, in den Wohnräumen.

Deshalb sollten alle Betroffenen, ehe sie etwas unterschreiben, Rat einholen. Dazu gibt es mittlerweile zahlreiche Einrichtungen und Institutionen, wie z.B. die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, die Schallschutzberatung des Landkreis Teltow-Fläming, der Bürgerhilfe e.V. , der Verein VUV aus Blankenfelde, aber auch Beauftragte der FBS und nicht zuletzt auch der BVBB e.V.

(Die elektronische Datei der neuen Schallschutzbroschüre finden Sie hier (PDF) ).

Die gedruckte Version ist auch erhältlich bei der Airport-World in Schönefeld, bei der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow und beim Verein Bürgerhilfe e.V. in den Sprechstunden.

Die Bürger werden dringend aufgefordert, darauf zu achten, dass sie keine Schallschutzvereinbarungen unterschreiben sollten, die Klauseln enthalten, dass mit den im Vertrag vereinbarten Leistungen alle Verpflichtungen der FBS abgegolten sind. Sollte so eine Klausel drinstehen: Einfach durchstreichen.

Bei dem Gespräch mit der Umweltministerin Frau Tack am 7. April 2010 (Link zum Artikel) teilte die Ministerin dem Landtagsabgeordneten Christoph Schulze mit, dass die FBS ihr als zuständiger Gesundheits- und Umweltministerin und der Landesregierung mitgeteilt und versprochen hat, dass alle Bürgerinnen und Bürger bzw. Hauseigentümer, die bis zum 01.09.2010 einen Schallschutzantrag gestellt haben, bis zum 01.10.2011 – vorausgesetzt eine gewisse Kooperation – ihre Schallschutzmaßnahmen eingebaut bekommen.

Die Schallschutzmaßnahmen befinden sich auf dem richtigen Weg. Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es noch zahlreiche Fragen und Probleme, insbesondere im Einzelfall die Fragen von Qualität und Quantität gibt.

Die Bürger sind gut beraten, wenn sie sich von Gemeinde, Landkreis und den verschiedenen Vereinen beraten lassen.