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Bürgerhilfe e.V.
 

Endlich!

Allgemein

Dass der Großflughafen BBI in absehbarer Zeit in Betrieb gehen wird, ist eine Tatsache, die manche gut finden, weil es Arbeitsplätze schafft und die Wirtschaftsstruktur des Landes Brandenburg voranbringt. Die Bürger aber, die in der An-und Abflugschneise wohnen, haben Sorge, ja geradezu Angst, mit ihrer Gesundheit dafür bezahlen zu müssen. Es ist wie so oft im Leben: Chancen und Risiken liegen dicht beieinander, und es kommt darauf an, was man daraus macht.

Der Landkreis Teltow-Fläming hat seit 1996 immer wieder darauf hingewiesen, dass der Standort eine krasse Fehlentscheidung ist, aber die politisch Verantwortlichen im Land, in Berlin und im Bund wollten das nicht sehen, oder es war ihnen egal, und haben den Standort mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchgedrückt. Heute ist dann bei einigen die „Verwunderung“ groß, wie z.B. bei Herrn Wowereit, der plötzlich merkt, was das bedeutet, was sie da beschlossen haben und irgendwie nicht verstanden hat, was sie da gemacht haben. Anders kann man ja seine Äußerungen bezüglich der Fluglärmbetroffenheit des Südens von Berlin gar nicht interpretieren, denn das alles ist seit vielen Jahren bekannt.

Es macht aber keinen Sinn, dass man jetzt darauf rumhackt oder darauf besteht, wer was gesagt hat oder wer Recht und Unrecht hatte. Jetzt kommt es darauf an, Ideen zu haben, was man tun kann, um den Menschen zu helfen.

 

In Zeiten dieser großen Sorge und Angst um die Flugrouten, der Informationsdefizite, was den Schallschutz betrifft aber auch z.T. nicht bekannter oder ausgenutzter Möglichkeiten wirtschaftlicher Prosperität durch den Flughafen, sind Beratungsangebote gefragt. Es ist wichtig, die Menschen zu informieren, damit sie wissen, was passiert und eine Entscheidung treffen können, was sie tun wollen, und dies auf möglichst breiter Informationsbasis.

Deshalb ist das am 4.11.2010 eingerichtete „Flughafenberatungszentrum des Landkreises Teltow-Fläming“ in Mahlow, Arnold-Böcklin-Straße, ein wichtiger Schritt. Mit diesem Beratungszentrum wird auch die Arbeit des im Frühjahr 2008 gegründeten Bürgerhilfevereins quasi überflüssig. Der Bürgerhilfe e.V. hatte mangels Rat, Beratung und Unterstützung der Bürger in BBI-Fragen (Schallschutz, Flugrouten, Grundstückskauf, Entschädigung etc.) die Bürger 14-tägig freitags in Mahlow im Vereinsheim beraten. Die Gründung des Vereins war seinerzeit notwendig, weil die Gemeinde und der Landkreis rechtlich und politisch nicht in der Lage waren, solche Beratung durchzuführen.

Das Vorbild, die Arbeit des Vereins und vor allem die Fallzahlen haben aber beim Landrat und anderen politischen Vertretern die Notwendigkeit aufgezeigt und dazu geführt, dass der Landkreis sich entschlossen hat, ein Flughafenberatungszentrum einzurichten. Wieder konnte ein Punkt des 30-Punkte-Plans umgesetzt werden.